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DREAM-TEAM gewinnt gegen BAD BOYS

Zu späte Einsicht

DREAM TEAM nutzt Unstimmigkeit des Gegners dank hervorragender sportlicher Einstellung zum - wahrlich traumhaften - 13 : 9-Überraschungssieg gegen den Favoriten BAD BOYS.


Von allen Geistern verlassen: Ferhat Gürels im Tor der BAD BOYS

Das Spiel, das den BAD BOYS mit Leichtigkeit Gelegenheit geboten hätte, nach Punkten sich gleichauf mit den SWEET KICKERS an die Tabellenspitze zu setzen (und damit VOLATSTREET und THE SCORPIENS zunächst einmal auf die Plätze 3 und 4 zu verweisen), gab ein Musterbeispiel dafür ab, wie wichtig mannschaftlicher Zusammenhalt für den sportlichen Erfolg sein kann.

Aber der Reihe nach: BAD BOYS musste fatalerweise ohne seinen amtsmäßigen Torwart Ibrahim Dikmen das Spiel antreten. Für ihn fand sich Ferhat Gürel bereit, zwischen den Posten seinen Mitspielern Rückhalt zu bieten. Hatte DREAM TEAMS Kapitän Tamer - ein Spieler vom C-Jugend-Landesligisten SV Yesilyourt - zunächst in der 4. Minute seine Mannschaft in Führung bringen können, so antwortete noch in derselben Minute BAD-BOYS-Kapitän Metin Kilia (1. C-Jugend Nordwedding) mit dem Ausgleichstor und erhöhte drei Minuten später zur 2:1 Führung gegen das DREAM TEAM. Ließ daraufhin DREAM TEAM zwar gegen seinen, in den Zweikämpfen sowie spielerisch, drückend überlegenen Gegner bereits in der 8. Minute das Ausgleichstor folgen, und es gelang ihm zunächst auch, sich tapfer zu wehren, so änderte dies nichts an dem unmittelbaren Eindruck, dass die BAD BOYS diese Partie ohne jede Frage klar für sich entscheiden und mit einem deutlichen Torabstand die drei Punkte zum Sprung an die Tabellenspitze sozusagen im Spaziergang einfahren würden. Und so stand es auch nach zwei weiteren Toren des fleißigen, weil ehrgeizigen Kilia in der 14. und 17. Minute sowie nach einem Treffer von Mehmet Gül in der 19. Minute 5:2 für die BAD BOYS, während das DREAM TREAM nur sehr selten gefährliche Situationen vor dem Gehäuse von Ferhat Gürel entgegen zu setzen verstand.

Nun aber fand sich für Gürel darin offenbar kein sonderlicher Anlaß zur Freude. Als Feldspieler hat er sich wohl nie Gedanken gemacht, was es für einen Torwart bedeutet, wenn er kaum am Spiel teilhaben kann - nur weil die eigene Mannschaft ihrem Gegner haushoch überlegen ist! Langeweile muß es gewesen sein, die Gürel in kompromisslosen Streit mit seinen Manschaftskameraden geraten ließ, denn aus heiterem Himmel entschied er einsam und alleine, dass „irgendein anderer“ ins Tor gehen solle - ansonsten er nicht mehr mitspielen wolle. In der vollkommen perplexen Truppe der BAD BOYS fehlte in diesem Augenblick der besonnene Kopf, der verhindert hätte, daß sich der Rest der Mannschaft entschloß, lieber mit einem Mann weniger auf dem Platz zu stehen, als dieser Meuterei aus heiterem Himmel nach zugeben. So fand sich Gürel unversehens auf der Reservebank wieder - und der ebenso technisch versierte wie spielerisch kluge Mehmet Gül aus der 1. C-Jugend der Tennis Borussia Berlin zog sich die Torwarthandschuhe über, um immerhin Ferhat Gürels skandalöser Disziplinlosigkeit in keinem Fall nachzugeben. Diese soziale Reife verdient großen Respekt und läßt - unter anderem - erkennen, welch vorbildliche Jugendarbeit in diesem Verein hier ihre Früchte trägt.

Derart allerdings um einen wichtigen Feldspieler dezimiert, erzielten die BAD BOYS bis zur Halbzeit kein weiteres Tor. Im Gegenteil: Muhammet (1.D von NNW) gelang zwei Minuten vor der Pause mit seinem verdienten Treffer die Verkürzung der Tordifferenz auf nur noch 2 Zähler, und das DREAM TEAM hatte begonnen, Morgenluft zu wittern ...



DREAM TEAM:
v.l.n.r.: Tamer, Muhammet, Stephen
kniend: Torwart Muharrem

In der Pause nun zeigte sich Torwart Gürel weiterhin nicht bereit, der drohenden Wende dadurch entgegen zu wirken, dass er seinen klar und eindeutig verabredeten Posten zwischen den Pfosten wieder einnimmt. Und als auch der erfahrene Schulpädagoge Frank Lüddecke nebst dem strengen Schiedsrichter Jürgen Nafti keine Mittel fanden, die Verstockung des wie ein Riesenbaby auf sein vermeintliches Recht pochendenn Ferhat aufzulösen, da bewies Mehmet Gül die charakterliche Größe, die einen wirklichen Spielführer auszeichnet: Er bot Gürel an, selbst für weitere zehn Minuten im Tor zu bleiben, und ihn, Gürel, im Feld spielen zu lassen, wenn Gürel dann für die restlichen 15 Minuten endlich wieder ins Tor ginge. Diesen Kompromiß akzeptierte Ferhat Lüddecke Nafti waren's zufrieden (und Kapitän Kilia hatte zusehen dürfen, wie der Kürzeste - Mehmet Gül - seinen, des Längsten und Spielführers Job gemacht hatte!)



Metin Kilia und Mehmet Gül

Derweil hatten in der Kabine die Kicker von DREAM TEAM sich offenbar fest vorgenommen, die Gunst der Stunde - eigentlich müsste man sagen: der 10 Minuten - weidlich zu nutzen. Mit jeweils zwei Treffern von Tamer (3. und 8. Min.) und Stephane aus der 2. B-Jugend von Rehberge (7. u. 10.) wendete das DREAM TEAM den Spielstand komplett und hatte die Schwäche in der Aufstellung ihres Gegners konsequent genutzt. Nicht nur, dass Stephane zunehmend entschlossener in die Zweikämpfe gegen BAD BOYS Kapitän ging und sie immer häufiger für sich entscheiden konnte (woraufhin Kilia, einer ebenso zierlichen wie beleidigten Diva gleich, versuchte, Freistöße zu schinden) - nein, überhaupt bewies Kilia außer Fleiß und Einsatzbereitschaft wenig Klugheit und Geschick. Denn es ist zwar richtig, dass sowohl Deniz Kanogulu wie erst recht Gürel weitaus weniger als Mehmet Gül oder er selbst, Kilia, über die technischen und spielerischen Mittel verfügen, ein Spiel zu gestalten - aber es kann doch daraus nicht gefolgert werden, dass er alles allein zu machen versucht und den Ball nur abspielt, wenn gar nichts mehr geht! Da war taktisches Geschick gefordert gewesen, sich nicht kräftemäßig zu verschleißen und vor allem den aufmerksamen und unauffällig präsenten Kanogulu viel mehr in die eigenen Ideen einzubeziehen, und wenn auch nur, um diese Spielansätze für den Gegner nicht so leicht durchsichtig werden zu lassen.

Als nun der für den heutigen Tag ins Tor beorderte Ferhat Gürel (noch vor Ablauf der vereinbarten Zeit!) endlich einzusehen vermochte, dass er - allen redlichen Bemühungen zum Trotz - im Vergleich zu jedem seiner Mitspieler im Feld der Mannschaft am wenigsten nützlich sein konnte, begab er sich kleinlaut und beinahe beschämt auf den ursprünglich vorgesehenen Posten zurück, was sich für ihn also erst nach sage und schreibe 5 Gegentoren als weiser Ratschluß zu erkennen gab. Bemerkenswerte Ruhe unter seinen Mitspielern in diesem Moment ...

Es sollte sich nämlich doch zeigen, dass die Einsicht zu spät kam. Denn nicht nur die BAD BOYS gingen davon aus, dass sie nun wieder die bewährten Stärken aus den ersten 20 Minuten ins Spiel bringen würden, um ihre alte technische und spielerische Überlegenheit zurück zu gewinnen. DREAM TEAM war nun auf alles gefasst, stemmte sich mit allem, was ihnen an Siegeswille und kämpferischen Mitteln zur Verfügung stand, entgegen und konnte die anstehende Aufholjagd immer wieder jeweils im Keim ersticken: als Mehmet den Torreigen der BAD BOYS mit seinem Treffer bereits in der 12. Minute eröffnen wollte, ließen die DREAM TEAMER ganz schnell jeden einmal ran: Tamer (14.), Stephane (17.), und Mohammet (18.) hielten mit ihren Torerfolgen die BAD BOYS auf gehörigen Abstand, den zwar Kilia (18.) und sogar Torwart Gürel (mit einem überraschend gut geschossenen Fernschuß) in der 19. Minute ebenso wütend wie schnell wieder um zwei Zähler verkürzten, doch bot das DREAM TEAM dann sehr bald wieder den hinreichend Widerstand, so dass es beim Stande von 10:8 über ganze sechs Minuten hinweg - vorentscheidend - keinen weiteren Treffer zuließ und in der 23. Minute schließlich mit dem 11:8 durch Stephane die letzten Siegeshoffnungen der BAD BOYS endgültig begruben. Und als den BAD BOYS nun klar wurde, dass das DREAM TEAM sich in den letzten beiden Minuten nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen würden, kam zum Schluß noch zum Vorschein, woher sie ihren Mannschaftsnamen bezogen haben. Denn den Rest ihres Ehrgeizes verlegten sie, die BAD BOYS, darauf, ihren Gegnern - unter scheinbarer Attacke zum Ball - in die Knöchel gleiten zu wollen. Metin Kilia kassierte innerhalb einer Minute folgerichtig die Gelbe und dann Rotgelbe (23.) Karte, Mehmet Gül verkürzte in der 24. Minute dennoch auf 9:11, aber DREAM TEAM blieb von all dem unbeirrt: Stephan in der 25. Minute und Tamer in der Nachspielminute stellten den 13:9 Endstand her und haben schulbuchmäßig vorgeführt, wie man - in mannschaftlicher Geschlossenheit mit einer einmal gewonnenen Einstellung (Aufholjagd vom 2:5 zum 7:5!) - das plötzlich erreichbare Ziel einer Siegeschance nicht mehr aus der Hand gibt. Wahrlich traumhaft!

Aktueller Tabellenstand

Punkte / Tordifferenz / Spiele


1. Sweet Kickers 6 / 7 / 2
2. Voltastreet 3 / 7 / 2
3. Scorpions 3 / 4 / 2
4. Dream Team 3 / -1 / 2
5. Bad Boys 3 / - 2 / 2
6. Herweg Kings 3 / 5 / 1
7. Mahler II 0 / - 5 / 1
8. Reuters Hürriyet 0 / - 6 / 1
9. Urfa 63 0 / - 9 / 1


Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft der BAD BOYS, die an sich über genügend solide fußballerische Substanz (vor allem in eben Mehmet Gül und auch Metin Kilia) verfügt, um sich am Ende unter jenen ersten drei Tabellenplätzen wiederzufinden, die sich für ein im Frühsommer geplantes Turnier um den UKL-Cup, (United-Kiez-League) gegen die besten Straßenfußballtrupps und Auswahlteams der Vereine Hürriyet und Burgund qualifizieren - um zu zeigen, welche Mannschaft dieser Alterstufe auf lange Sicht der „Herr im Fußballkiez“ ist und berechtigt, als Vertreter des QANs („Quartiers Acker-Nord“) gegen andere Quartiere in der Berliner „Championsleague der Kieze“ um den CLK-Pokal anzutreten ...

Zuvor jedoch warten wir erst mal ab, ob nicht in der 2. Oktober-Begegnung (28.10.) die Equipe der Klasse Herweg mit einem mindestens 3-Tore-Unterschied gegen URFA63 an Spitzenreiter SWEET KICKERS vorbeizieht - und die aktuelle Tabellenführung übernimmt! Oder etwa der Tabellenletzte URFA63 sensationell mit 9 Toren Unterschied gewinnt und sich noch an den BAD BOYS und das DREAM TEAM vorbei in die Verfolgergruppe mit positivem Torverhältnis schiebt?


Termine - 1. Schulhalbjahr 2010/11
23.08.2010 Schulbeginn nach den Sommerferien
30.08.2010 Begrüßung neuer 7. Jahrgang
06.09.2010 Elternversammlungen
09.09.2010 Ramadanfest
14.09.2010 Gesamtkonfernz
20.09.2010 1. Gesamtelternvertretung
24.09.2010 1. Wandertag
05.10.2010 1. Schulkonferenz
11.10. - 23.10.2010 Herbstferien
28.10.2010 Gesamtkonferenz
04.11.2010 Ausfälle 7-9, Noten 10 Jhrg.
11.11.2010 Studientag
15.11.2010 Elternsprechtag
16.11.2010 Opferfest
18.11.2010 2. Wandertag
22.11.2010 Wiederholerkonferenz 10
09.12.2010 Gesamtkonferenz
10.12.2010 Fachnoten (12,13)
15.12.2010 Zensurenkonferenz Kursphase
22.12.2010 Ende 1. Halbjahr Kursphase
23.12. - 1.01.2011 Weihnachtsferien
12.01.2011 Fachzensuren 7.-11. Jahrgang
18.01.2011 Zensurenkonferenz 7.-11. Jahrg.
28.01.2011 Zeugnisse 1. Halbjahr
31.01. - 5.02.2011 Winterferien
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