Bayer-Stiftung unterstützt acht Berliner Schulen mit mehr als 100.000 Euro
Seit Ende 2007 insgesamt 62 Schulen in 25 Städten im Umfeld der Bayer-Standorte mit rund 880.000 Euro unterstützt / Bayer-Vorstand
Dr. Plischke: „Schulische Bildung ist eine Investition in die Zukunftschancen junger Menschen“

Dr. Wolfgang Plischke, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und Kuratoriumsmitglied der Bayer-Stiftung, übergibt im Beisein
von Bildungssenator Professor Jürgen Zöllner, Bezirksbürgermeister von Berlin Mitte, Dr. Christian Hanke, und Bildungsexpertin
Professorin Ilka Parchmann, symbolisch die Spenden an acht Berliner Schulen.
Berlin, 30. Januar 2009
Mit insgesamt 106.536 Euro unterstützt die „Bayer Science & Education Foundation“ Projekte zur Verbesserung des
naturwissenschaftlichen Unterrichts an acht Berliner Schulen. Eine Grundschule in Lichtenberg, sechs Oberschulen
in Mitte, Tegel, Zehlendorf, Kreuzberg und Steglitz sowie ein Oberstufenzentrum in Neukölln wurden in die Bayer-Schulförderung
aufgenommen. Dr. Wolfgang Plischke, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und Kuratoriumsmitglied der Bayer-Stiftung, überreichte
die Spenden im Rahmen eines Berliner Schulforums. An der von der Bayer-Stiftung im Lessing-Gymnasium im Berliner Stadtteil
Wedding organisierten Veranstaltung nahmen auch der Berliner Bildungssenator Prof. Dr. Jürgen Zöllner, Berlin Mitte Bürgermeister
Dr. Christian Hanke und die Bildungsexpertin Prof. Dr. Ilka Parchmann sowie Vertreter von rund 40 Schulen teil. Seit Start der
Bayer-Schulförderung Ende 2007 wurden 62 Schulen in 25 Städten im Umfeld der Bayer-Standorte mit einem Gesamtvolumen von 880.000
Euro gefördert.
Alle Förderprojekte wurden von einem unabhängigen Stiftungsrat ausgewählt. Ausschlaggebend war, dass jeweils innovative
Unterrichtsmethoden eingeführt oder beispielhafte Initiativen umgesetzt werden, die den regulären Unterricht ergänzen und
attraktive Bildungsangebote schaffen. Die Projekte dienen dem Ziel, bei Schülern den Spaß und das Interesse an Naturwissenschaften
und Technik zu wecken, Talente frühzeitig zu fördern und die Berufswahlorientierung zu erleichtern. „Eine gute schulische Bildung
ist eine Investition in die Zukunftschancen junger Menschen“ sagte Bayer-Vorstand Plischke. „Als forschungsorientiertes Unternehmen
sind wir dauerhaft auf wissenschaftliche Nachwuchskräfte angewiesen. Daher fördern wir gezielt innovative Projekte, die den Schülern
die Bedeutung und Faszination der Naturwissenschaften vermitteln“.
„Die Schulsituation in Berlin stellt uns vor viele Herausforderungen. Aber die Stadt bietet für Schüler auch Chancen und Perspektiven“,
bemerkte Bildungssenator Zöllner. „Als international bedeutender Standort im Bereich Pharma bietet Berlin für Jugendliche viele
berufliche Anreize, sich intensiv mit naturwissenschaftlichen Themen zu beschäftigen. Das Engagement der Bayer-Stiftung ist ein
gutes Beispiel dafür, wie sich ein global agierendes Unternehmen für die Bildungschancen in seinem lokalen Umfeld einsetzen kann.“
Bürgermeister Hanke betonte: „Natürlich freue ich mich, dass zwei der geförderten Schulen in Berlin Mitte liegen. Der Bezirk ist
vielfältig und die städtische Struktur sehr unterschiedlich – doch überall gilt: Schulbildung gehört zu den wichtigsten Anliegen
der Bürger.“
Professorin Parchmann, die an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zur Didaktik der Chemie forscht und lehrt, erläuterte:
„Die Praxis naturwissenschaftlicher Berufe ist häufig von Neugier und Kreativität geprägt, die schulische Realität wird dagegen
durch die Rahmenbedingungen oft eher mit 'trockenem Stoff lernen' verbunden. Wissenschaftliche Studien belegen dagegen, dass ein
anschaulicher, auf die Bedeutung der Naturwissenschaften im Alltag, Forschung und Gesellschaft ausgerichteter Unterricht das
Interesse der Schüler weckt.“
Die geförderten Schulen präsentierten ihre Projekte in kleinen Ausstellungen. Vertreter weiterer Berliner Schulen nutzten die
Gelegenheit, sich darüber zu informieren und mit den Kollegen auszutauschen sowie sich bei der Bayer-Stiftung aus erster Hand
über Fördermöglichkeiten zu erkundigen.
Max-von-Laue-Oberschule in Steglitz: Projekt Weinbau
Die Fördermittel in Höhe von 40.000 Euro setzt die Max-von-Laue-Oberschule in Steglitz für ein schuleigenes Weinbauprojekt ein.
Mit Hilfe neu angeschaffter Analyseinstrumente lernen die Schüler die Grundlagen der Pflanzenphysiologie kennen und eignen sich
Schnellbestimmungsmethoden an. Auch die Effekte des Weinkonsums auf die Gesundheit sind Teil des Unterrichtsstoffes. „Unser
Weinbauprojekt hat zudem zum Ziel, selbst Wein herzustellen und schulintern zu vermarkten. So können wir gleichzeitig
naturwissenschaftliche Kenntnisse und ökonomische Anforderungen vermitteln“, erläuterte Schulleiter Günther Schrenk.
Lessing-Gymnasium im Wedding: ScienceLabor@Lessing
Das Lessing-Gymnasium Wedding verwendet die Fördergelder in Höhe von 10.000 Euro für die Ausstattung eines Labors für die dort
angebotenen Kurse „Expertenwerkstatt – Kleine Naturforscher“, „Science-Führerschein“ und „Science@Lessing-AG“. Hier sollen Schüler
und Schülerinnen für naturwissenschaftliche Phänomene begeistert und dadurch auch die Attraktivität naturwissenschaftlich-technischer
Berufe vermittelt werden. “Die Schüler und Schülerinnen können spezielle Kompetenzen erwerben, die ihnen den Zugang zu
naturwissenschaftlich-technischen Berufs- und Studienfeldern erleichtern“, erklärte Schulleiter Michael Wüstenberg. Das
Kursangebot soll auch Schülern benachbarter und kooperierender Grundschulen offenstehen.
Lise-Meitner-Schule in Neukölln: „Nawi für Einsteiger“
Die Lise-Meitner-Schule in Neukölln baut mit Hilfe der Fördergelder in Höhe von 15.000 Euro ihre „Liselabs-Schülerlabore“ aus.
Die Schule ist ein Oberstufenzentrum, das für die Ausbildung mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt zuständig ist. Beispielsweise
können im Rahmen des Projektes „Nawi für Einsteiger“ Grundschulklassen einen Vormittag in den Laboren experimentieren. „Die Nachfrage
ist groß: Im laufenden Schuljahr sind bereits mehr als 100 Klassen auf der Warteliste“, sagte die Projektverantwortliche Dr. Babette
Pribbenow. Mit der finanziellen Unterstützung der Bayer-Stiftung konnten unter anderem mehrere Roboter für das Informatiklabor,
diverse Experimentier-Sets, Beamer und ein Modell eines Brennstoffzellen-Autos angeschafft werden.
Robert-Koch-Oberschule in Kreuzberg: AG „Mit Hirn und Herz“
Mit Hilfe des Zuschusses der Bayer-Stiftung in Höhe von 14.350 Euro kann die Robert-Koch-Oberschule in Kreuzberg das
Arbeitsgemeinschaft-Projekt „Mit Hirn und Herz“ umsetzen. Es wurden dafür verschiedene Hirn- und Herzmodelle aus dem
Tierreich, zum Beispiel eines Katzenhais, eines Wasserfrosches oder eines Gorillas, gekauft. „Damit sollen die Schüler
die Entwicklung des Hirnvolumens und des Herzkreislaufsystems von Tieren untersuchen und mit den menschlichen Organismen
vergleichen“, erklärte Schulleiter Rainer Völkel.
Humboldt-Oberschule in Tegel: Neuanlage Schulteich
Die Fördersumme in Höhe von 7.000 Euro nutzt die Humboldt-Oberschule in Tegel für die Neuanlage des Schulteichs und zur
Anschaffung von Messgeräten. Im Rahmen des wissenschaftlich-fundierten Projektes erleichtern fotometrische Messungen unter
anderem den Datenaustausch zwischen verschiedenen Lerngruppen. „Mit diesen attraktiven Untersuchungsmethoden können wir
den Biologie- und Chemieunterricht in den Klassen 11 bis 13 lebendig gestalten“, sagte Projektleiterin Christine Wolke-Scheuermann.
Fichtenberg Oberschule in Steglitz: Umweltmessungen
Die Fichtenberg Oberschule in Steglitz erhält 9.900 Euro für ein Projekt, das die vielfältige Bedeutung der Naturwissenschaften
verdeutlicht – sein Titel: „Naturwissenschaften für Umwelt- und Klimaschutz“. Mit den von den Fördermitteln angeschafften
Umweltmessinstrumenten untersuchen die Schüler ihr Schulgebäude und machen Messungen im nahegelegenden Botanischen Garten.
„Die Schülerinnen und Schüler setzen ihre Untersuchungsergebnisse in Beziehung zu aktuellen Themen wie Energieeffizienz,
erneuerbare Energien, Mobilität, Lärm und Klimaschutz“, erläuterte Schulleiter Rainer Leppin. Eine weiteres Merkmal des
Projektes: Bei der Ausstattung der Unterrichtsräume wird in besonderer Weise auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten
Schülern Rücksicht genommen.
Ernst-Reuter-Oberschule in Berlin Mitte: Einrichtung Schulvivarium
Die Ernst-Reuter-Oberschule in Berlin Mitte investierte die 4.700 Euro der Bayer-Stiftung bisher in zwei Terrarien für Reptilien
und drei Terrarien für Insekten, um ein schuleigenes Vivarium einzurichten. „Die Betreuung – insbesondere die Pflege und Fütterung
der Tiere – übernehmen die Schüler und Schülerinnen“, betonte Schulleiter Uwe Schurmann. Das Vivarium ist nach Absprache innerhalb
der Schulzeiten auch für interessierte Besucher geöffnet.
Brodowin-Grundschule in Lichtenberg: Naturwissenschaftlicher Fachraum
Die Brodowinschule in Lichtenberg richtet mit Hilfe der 5.586 Euro Stiftungsgelder einen naturwissenschaftlichen Fachraum ein.
„Mit den neuen multifunktionalen Experimentiertischen, Energiesäulen und Stahlrohrhockern haben wir jetzt die Voraussetzungen,
den Rahmenlehrplan des neuen Unterrichtsfaches Naturwissenschaften auf anspruchsvollem Niveau umsetzen zu können", sagte Schulleiter
Ralph Kaiser.
Mehr Informationen zur Bayer Science & Education Foundation finden Sie unter:
www.bayer-stiftungen.de
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